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Jugend: U 20 w Oberbayerische Meisterschaften super gelaufen!

Erstellt von Dali Durbek | |   Volleyball

Als Kreisdritte ursprünglich knapp nicht qualifiziert, konnten unsere Mädels dank des Nichtantritts des SV Esting doch noch an den Oberbayerischen Jugendmeisterschaften der U 20 in eigener Halle teilnehmen. Vor allem am Finaltag konnten sie zeigen, dass sie völlig zurecht mit dabei waren.

Die Ausrichtung der U 20 - Bezirksmeisterschaft fand nun schon zum dritten Mal in Folge in Germering statt. Damit wurde eine Tradition fortgesetzt, da in den letzten sechs Jahren diese Meisterschaft fünf Mal in die Obhut des SV Germering gegeben wurde. "Wir freuen uns natürlich riesig über das uns entgegengebrachte Vertrauen des Bayerischen Volleyball Verbandes in Person des Bezirksjugendleiters Klaus Rackebrandt uns erneut die Ausrichtung zu überantworten. Und vor allem die vielen positiven Rückmeldungen unserer Turniergäste zeigten auch dieses Wochenende wieder, dass es völlig gerechtfertig ist. Unsere Mädels haben logistisch hervorragend gearbeitet und vor allem in der Kulinarik erneut gezaubert und bezaubert!!" ist das positive Fazit des Abteilungsleiters Dali Durbek, welcher derweil die Spielleitung gewohnt routiniert im Griff hatte.

Zusätzlich wurde diese Meisterschaft von einem Forschungsprojekt der beiden Münchner Universitäten begleitet. Es waren Mitarbeiter und Studenten der sportpsychologischen Fakultät der TUM anwesend, um mit schlußendlich 80 der Athletinnen Kurzinterviews zu führen. Die Ergebnisse werden zum Studienprojekt "High Performance Leadership in Team Sports" beitragen.

Sportlich war das Turnier für die Gastgeberinnen aber dann mindestens ein genauso großer Erfolg! Etwas verdutzt musste Trainerikone Mirko Panev vom TV  Bad Tölz registrieren, dass seine Schützlinge sich im ersten Spiel des Tages gegen die Hawks In Blue richtig schwer taten, denn diese holten ein ums andere Mal fast schon unmögliche Bälle in der Abwehr heraus und auch die Blocktaktik ging für die Germeringer sehr gut auf. Im Vorjahr war man den Tölzer Auswahlspielerinnen noch hoffnungslos unterlegen gewesen, dieses Mal verlief die Partie deutlich mehr auf Augenhöhe, wenngleich sie am Ende mit 19:25 und 14:25 verloren ging. Die Gastgeberinnen schöpften dennoch Selbstvertrauen und Energie aus der gezeigten Leistung und bezwangen in Folge den TSV Unterhaching mit einem glatten 2:0 und mit 25:14 und 25:12 Punkten, wobei sich danach die Tölzerinnen gegen die Nachwuchstalente des Männerbundesligisten beim 25:21 und 25:18 deutlich schwerer taten.

Im letzten Spiel des langen ersten Tages und somit im entscheidenden Überkreuzspiel gegen den jungen Talentschuppen des TSV Eiselfing, der wie gehabt von Oberbayerns Beachjugendwart und Auswahltrainer Florian Niederlechner betreut und taktisch hervorragend eingestellt wurde, kamen die Germeringerinnen nur schwer ins Spiel. Fünf Minuten Unkonzentriertheit im ersten Satz führte postwendend zu einem klaren 16:25 für die Kleeblätter aus dem Chiemgau. Im zweiten Satz war zum einen das Spiellevel auf einmal beidseits des Netzes eine ganze Stufe höher, und zum anderen zeugte der nur knappe Satzverlust von 22:25 von der Ausgeglichenheit dieses intensiven Kampfes. Etwas geknickt über die vertane aber in Reichweite liegende Chance des Viertelfinaleinzugs konnten die Hawks in Blue am Ende dennoch mit einem Lächeln nach Hause, denn einerseits waren die gezeigten Leistungen trotz der organisatorischen Zusatzbelastung unterm Strich positiv einzustufen, andererseits gelang parallel dem Kreismeister des ASV Dachau in deren drei Spielen nicht einmal ein Satzgewinn.

Sonntags ging es dann gleich in der ersten Runde für die besten acht Teams darum, sich für die Südbayerische Meisterschaft zu qualifizieren, was dann den drei Favoriten Turnerbund München, TV Planegg-Krailling und dem MTV Rosenheim relativ mühelos gelang. Als viertes Team setzte sich dann der TV Bad Tölz gegen den TSV Neuburg in drei spannenden Sätzen durch. Für die Germeringer hieß es dagegen, am zweiten Tag die Fehler des Vortages auszumerzen und in ihren drei Spielen um die Plätze 9 bis 12 zu zeigen, was sie können und dass sie trotz "nur" drittem Platz im Kreis zurecht an der Oberbayerischen teilnehmen.

So ging es im ersten Spiel des Tages mal gleich gegen die amtierenden Kreismeister des ASV Dachau. Die von Volleyballurgestein Tom Kneifl betreuten Stadtwälderinnen hatten aber von Anbeginn der Partie der Spiellaune der Hawks In Blue nichts entgegen zu setzen und versagten kläglich gegen eine geschlossene Teamleistung der Germeringer Gastgeberinnen mit einem haushohen 25:12 und 25:11. Der Kreismeister war somit schon bei der nächsten möglichen Gelegenheit vom Kreisdritten regelrecht deklassiert worden - der Jubel und die Freude über die starke eigene Spielleistung trug die Germeringer mit Leichtigkeit durch den Rest des Sonntages. Dem ASV Dachau gelang auch in Fogle nicht wirklich viel, am Ende sprang nur der enttäuschende letzte Platz raus. Beim zweiten Spiel war der TSV Hohenbrunn-Riemerling die einzige Mannschaft, die den Hawks spielerisch etwas entgegensetzen konnte und somit so etwas wie Spannung aufkommen ließ, verlor aber am Ende mit 19:25 und 21:25 dennoch relativ klar. Als letzter Gegner für Germering stand dann erneut der TSV Unterhaching auf der anderen Seite des Netzes. Mit einem eindrucksvollen 25:16 und 25:9 fegten die Gastgeberinnen diesen nun aber förmlich aus der Halle, und sicherten sich mit drei Siegen am Sonntag souverän den neunten Platz! Mit Blick auf die anderen Ergebnisse mit TV Bad Tölz als Viertplatziertem weiterqualifiziert, dem TSV Eiselfing am Ende auf Platz fünf und die nicht gerade berauschende Spielfähigkeit der Gegner auf Platz 5 bis 8 stieg am Ende die Erkenntnis, "....da hätten wir locker mitspielen können und genauso Chancen auf die nächste Meisterschaftsebene gehabt. Und wir gehören wie schon 2017 erneut zu den TOP 10 in Oberbayern!". Somit konnten die Hawks In Blue mit einer gehörigen Portion Stolz über die eigene Teamfähigkeit und deutlich gestiegenem Selbstvertrauen über die gezeigten Leistungen zwar müde aber hochzufrieden ans Aufräumen rangehen.

"Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr, denn nun weiß jeder, woran er noch arbeiten muss und dann schauen wir mal, welcher Platz dann drin sein wird!" war eine treffende Zusammenfassung bei der Abschlußbesprechung bevor es dann nach zwei langen aber stimmungsvollen Tagen mit einem noch breiteren Grinsen als am Vortag zufrieden nach Hause ging.

 

 

 

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Alle Teams hatten Grund zum Jubeln!