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Damen: erstes Turnier im Jubiläumsjahr macht sichtlich Spaß!

Erstellt von Dali Durbek | |   Volleyball

Wie immer bot das Turnier nach der weihnachtlichen Winterpause eine super Gelegenheit um wieder in die eigene Spur zurückzufinden. So hatten unsere Damen 1 als auch unsere Damen 2 nicht nur ersichtlichen Spaß am ersten Großwettkampftag des "50-Jahre-SVG" - Jubiläumsjahres 2018, sondern auch jede Menge Spielsituationen auf gutem Niveau zu bewältigen.

Es waren insgesamt 9 Teams dem alljährlichen Ruf der Turnierleiterin Uli Müller-Froelich gefolgt, die mit ihren Helfern gewohnt souverän agierte und es trotz des spürbaren Wettkampfgedankens schaffte eine angenehme Turnieratmosphäre für Spielerinnen, Trainer und Zuschauer zu erzeugen. In drei Vorrundengruppen wurde zunächst auf "nur" 2 Sätze gespielt, bevor dann in drei weiteren Gruppen dann die Platzierungsspiele auf zwei Gewinnsätze ausgetragen wurden. Somit mit jeweils vier Spielen pro Team ein angenehmer und überschaubarer Turniermodus, der den Tag mit 8 Stunden Turnierdauer in der super ausgestalteten neuen Schulsporthalle an der Grandlstrasse kurzweilig werden ließ.

Unsere Damen 2 mussten als "underdogs" zuerst gegen die Bezirksligisten des TS Jahn München ran, wehrten sich aber nach Leibeskräften und ließen die Gegnerinnen alles andere denn als vermeintliche Favoriten aussehen. Die Germeringer Mädels fanden trotz wechselnder Aufstellungen immer besser ins Spiel und vor allem immer mehr zu einer einheitlichen Spielweise zusammen, was nicht nur den Trainer sichtlich freute und auch für den restlichen Tag auf gute Spiele hoffen ließ. Verstärkt durch Lilith Kiemer, und die beiden noch B-Jugendlichen Dorothea Roth und Katharina May aus der Damen 3 wurde das zweite Spiel gegen die Gastgeberinnen zu einem engen und spannenden Match. Obwohl das Team von Obermenzing in der eigenen Bezirksklasse bisher kein Spiel verloren hatte, tat es sich gegen die stark kämpfenden Hawks In Blue besonders im zweiten Satz extrem schwer und gewann diesen letztlich sehr glücklich und denkbar knapp mit 26:24 Punkten. Hier war vom erwarteten Klassenunterschied wenig zu sehen und das gab unseren Mädels zu recht Auftrieb und Energie mit. Vor allem die gezeigte Spiellaune von Neuzugang Stefanie Schiekofer war für den Trainer ein positiver Lichtblick für die Zukunft. Sehr zufrieden machte es ihn, dass die zwei Einheiten Volleyball die Woche zuvor mit dem Trainingsspiel in Karlsfeld und der Session Volley-Squash bei den Beteiligten zum Teil deutlich erkennbar waren.

Da parallel auf dem Nebenfeld auch schon unsere Damen 1 in ihrem ersten Spiel gegen den Bezirksklassisten TSV Erding antreten musste, war Coach Dali ebenso doppelt gefordert. Doch die erste Garnitur ließ in Vollbesetzung beim Zwischenstand von 18:2 im ersten Satz keine Fragen offen, wer hier tonangebend war. Der zweite Satz verlief dann ausgeglichener, doch taten auch hier beliebige Wechsel und Aufstellungsvarianten auf Germeringer Seite dem Spielfluß keinen Abbruch, so dass nach einigen sehenswerten Angriffen auch der zweite Durchgang ganz klar an uns ging. Das zweite Spiel gegen die ebenfalls eine Liga tiefer auflaufende Manschaft des ESV Ingolstadt dagegen forderte dagegen die Kämpferqualitäten auf Germerings Seite heraus. Ingolstadt war im Aufschlag druckvoll und in der Abwehr gut eingestellt, so dass die Ballwechsel des öfteren deutlich länger ausfielen als wir sie sogar in unserer Bezirksliga gewohnt waren. Am Ende setzte sich dennoch die Erfahrung durch und Damen 1 hatte die Vorrundengruppe wie erwartet mit 4:0 Sätzen gewonnen.

In der Platzierungsrunde traf man auf die Ligakonkurrenz des TS Jahn München. Es entwickelte sich aber nicht das erwartet gute Match auf sehenswertem Volleyballniveau, sondern ein fast schon quälendes und für alle Beteiligten unverständlich schlechtes Spielniveau, weit weg von dem, was die mitgereisten Zuschauer des SVG gewohnt waren. Germerings Flagschiff bekam einfach keinen Wind in die Segel und man musste sich nach kurzer Anfangsführung von 5:1 mit einem 5:9 auseinandersetzen, fand aber weder durch taktische Wechsel noch durch Motivierungsversuche des Trainers in das Spiel hinein. Der zweite Satz war mit einem 9:25 eine absolute Nulleistung unserer Mädels. Unverständlich, was gerade passiert war, aber man nahm es mit Fassung und als lauten Warnschuß vor den Bug für die anstehenden Spieltage der Rückrunde.

Germerings Reserve war derweil gegen die Damen aus Erding gefordert gewesen. Auch hier gab es zwar eine glatte 0:2 - Niederlage, aber erneut überzeugten die Mädels durch Stimmung auf und neben dem Feld und erkennbar zunehmender Abstimmung in Abwehr und Annahme und immer besser greifenden Automatismen in Zuspiel und Angriff. Hier war es Julia Greiner, die glänzen konnte und vor allem im Aufschlag ein solides Spiel ablieferte. Das letzte Spiel gegen die Bezirksklassisten des TSV München Ost war dann ein schönes Abschlußspiel für die Germeringer Nachwuchstalente, die auch durch die direkt aus dem Urlaub zum Turnier nachgereiste Kapitänin Anamarija Marincic erneuten emotionalen Auftrieb erlebten. Es gelang mit viel Einsatz und Kampfgeist den zweiten Satz für sich zu entscheiden. Die als einzige Zuspielerin ganztags geforderte Lisa Düspohl machte dem Team und ihrem Trainer viel Freude und konnte sich hier für die ganze Mühe belohnen. Der Tiebreak dann ging zwar an München, aber nichtsdestotrotz konnten die Hawks In Blue ihr Lächeln auf den Gesichtern behalten. Der Turniertag hat trotz aller Niederlagen das Team emotional deutlich näher zusammenrücken lassen und an Abstimmung und Spielstärke einen erkennbaren Zugewinn gebracht.

Das letzte Spiel der Damen 1 gegen den VfR Garching war wieder eine klare Sache, Germering gewann glatt in zwei Sätzen und es war schön zusehen, dass der Ausrutscher davor professionell gehandhabt und abgeschüttelt werden konnte. Insbesondere die stabile und verlässliche Spielleistung von Irene Becker blieb nicht nur dem Coach eindrucksvoll in Erinnerung.

Schlußendlich sprang damit der zweite Platz auf diesem Turnier heraus.

Trainer Dali Durbek war insgesamt hochzufrieden mit dem Tag und seinen Schützlingen beider Teams, denn der Erkenntnisgewinn für die kommenden Wochen im Training und in Vorbereitung auf die nächsten Ligagegner sind für ihn der tatsächliche Grund und Lohn, warum sich der Aufwand für alle gelohnt hatte.

Jetzt heisst es, in den wenigen zur Verfügung stehenden Trainingseinheiten konzentriert weiter zu arbeiten und dieses Wissen in angewendete Weisheit umzumünzen.

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Damen 1: Gut gelaunte Turnierzweite 2018!
Damen 2: Jede Menge gelernt und Spaß gehabt :o)